2026

Reisebericht Studienfahrt P o m m e r n

April/Mai 2026

 

Die Europa-Union Leverkusen reiste nach Pommern

Bei sonnigem Wetter genossen Mitglieder der Europa Union Leverkusen Ende April bis Anfang Mai eine Woche in Polens nördlicher Woiwodschaft (Verwaltungsbezirk). Nach einem Zwischenstopp in Leverkusens brandenburgischen Partnerstadt Schwedt an der Oder ging es über Stettin an die Ostseeküste nach Rügenwalde, dem heutigen Darlowo. Auf dem weiteren Weg nach Danzig, der zentralen Stadt dieser Reise, besuchte man die Altstadt von Stolp. In Danzig selbst war die Unterkunft in der Altstadt und damit gut fußläufig zu vielen historischen Gebäuden gelegen.
Die 44köpfige Reisegruppe empfand, dass Danzig einen fortschrittlichen Geist hat, der sich wohl aus seiner Geschichte als führender Ostseehafen der Hanse erklärt. Vom 13. bis 15. Jahrhundert kontrollierte die Hanse den Handel der weiten Umgebung. Gdansk, wie es auf Polnisch heißt, wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Heute beherbergen die sorgfältig restaurierten Gebäude auf dem ehemaligen Werftgelände unter anderem das Museum zur Geschichte der Gewerkschaft Solidarnosc.
Ausflüge unternahm die Gruppe zur mittelalterlichen Marienburg, dem größten Backsteinbau Europas, zu den Ostseestädten Zoppot und Gdingen und in die Kaschubische Schweiz. Abgerundet wurde die eindrucksvolle Reise durch einen Ausflug in die Domstadt Frauenburg mit herrlichem Blick auf das Frische Haff und einer Bootsfahrt auf dem Oberländer Kanal mit den berühmten Rollbergen.

Auf der Rückfahrt stand neben einem Besuch der historischen Stadt Posen noch ein Abstecher in die Grenzstadt Frankfurt an der Oder auf dem Programm.
Die Studienfahrt der Europa Union hat mal wieder gezeigt, dass wir hautnah an europäischen Orten, in Städten und Ländern dabei sind."

Uwe Bräutigam
 

 

Frühschoppen zum Europatag

Europa im Dialog

11.00 Uhr

Europa im Dialog   Städte, Kultur und Geschichte 

Vortrag Diskussion und musikalischer Rahmen

gemeinsam mit dem Opladener Gesichtsverein, dem Jülicher Geschichtsverein, der Volkshochschule Leverkusen und der Europa-Union Leverkusen. 

im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer, Freudenthal 68, 51375 Leverkusen-Schlebusch

Eintritt frei

https://jgvogv.de/geschichte-in-leverkusen/sonstiges


 

Schüler-Kunstwettbewerb 2025

"Denk ich an Europa ..."

Worum geht’s? 

Alle Kinder der Klassen 1 bis 4 in Leverkusen dürfen mitmachen! 

Male ein Bild über Europa, die Europäische Union. Du darfst auch ein einzelnes, europäisches Land malen, aber immer zusammen mit der EU – zum Beispiel mit der blauen Flagge mit den gelben Sternen. Oder einfach nur deine Gedanken dazu… 

So kannst du mitmachen: Male auf DIN A4-Papier (hoch oder quer). Du darfst alle Mal- und Zeichenmaterialien benutzen: Stifte, Farben, Kreiden … Du kannst dein Bild in der Schule oder zu Hause malen.

Auf die Rückseite kommen: dein Vorname, Nachname und dein Alter deine Klasse & deine Schule 

Deine Bilder werden ausgestellt! Alle Bilder werden im Forum Leverkusen gezeigt – entweder auf Stellwänden oder in Auslage-Ordnern. 

Besonders schöne oder originelle Bilder bekommen extra Geschenke: z.B. Gutscheine fürs Kino, Schwimmbad, Kletterpark, für Spiele & Bücher … 

Bis wann? Schick dein Bild bis spätestens 22. November 2025 an;
Europa-Union Leverkusen e.V., Frau Elfi Engel-Lange, Morsbroicher Str. 40, 51375 Leverkusen 

Deine große Ausstellungseröffnung: Dienstag, 9. Dezember 2025, um 16 Uhr Eingangs-Foyer Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen

 

 

 

Europa - Die sizilianische Mafia – der bewaffnete Arm der Politik

Vortrag Frau Dr. Anita Bestler, 14.03.2023, Forum Leverkusen

 

Am Dienstagabend begrüßte die ehemalige Vorsitzende der Europa-Union Leverkusen, Elke Müller sowie Dr. Günter Hinken von der Volkshochschule Leverkusen die Mafiaexpertin, Dr. Anita Bestler. Die Soziologin, die seit über 25 Jahren in Palermo lebt, erforschte jahrelang das komplexe Phänomen der Cosa Nostra. Ihre Ergebnisse präsentierte sie den zahlreichen Zuhörern, die sich am Dienstag im Forum Leverkusen eingefunden hatte.
Im ersten Block ihres Referats erläuterte sie die Entstehung der Mafia im 19. Jh. und ihre Entwicklung bis zur Gegenwart. Dabei ging sie auch auf die extrem gewalttätige Phase der 1970er- bis 1990er-Jahre ein, in der der Corleoneser Clan die Vorherrschaft übernahm. Auch wenn heute die Mafia für weniger Schlagzeilen sorgt, so die Referentin, ist sie doch keineswegs verschwunden – ganz im Gegenteil. Im zweiten Teil des Vortrags ging es um »mafiose Innensichten«, also um die Organisationsaufbau der Mafia, die Mitgliederrekrutierung und vor allem um die Art und Weise, wie die Organisation arbeitet. Dabei stellte die Forscherin heraus, dass die Mafia nur im Notfall zu Gewalt greift, stattdessen bemüht sie sich darum, den Konsens der Bevölkerung zu gewinnen, etwa indem sie gestohlene Gegenstände wiederbeschafft; hilft, Arbeitsplätze oder Sozialwohnungen zu finden und vieles mehr. Eine weitere »leise« Methode, zu der die Cosa Nostra gerne greift, ist die Korruption. So bemüht sie sich darum, Angehörige des Justiz- und Polizeiapparats, aber auch Verwaltungsbeamte oder Gefängniswärter zu »schmieren«, um diese auf diese Weise zum gewünschten Verhalten zu bringen. Und erst, wenn es gar nicht mehr anders geht, greift die Mafia zur Gewalt, wobei ihre eine ganze Skala zur Verfügung steht: von Drohanrufen, symbolischer Gewalt wie abgeschnittenen Tierköpfen und Brandanschläge bis hin zum Mord. Am Ende betonte die Referentin, der Schlüssel zum Erfolg der Mafia sei ihre enge Beziehung zur Politik: Mafiosi würden den ihr verbundenen Politikern Gefälligkeiten erweisen, etwa Wahlstimmen organisieren, dafür würden diese sich im Gegenzug um Straffreiheit für die Kriminellen und um mafiafreundliche Gesetze bemühen.

Nach dem Vortrag setzte eine rege Diskussion ein, die auch auf einen aktuellen Prozess im vergangenen Herbst auf Sizilien gegen 90 Personen der Mafia hinwies, wo es um den Missbrauch von EU-Agrarhilfen ging. Die Verurteilten hatten jahrelang Druck auf Landwirte ausgeübt, um ihrer Grundstücke durch kostenlose oder fingierte Pacht habhaft zu werden. Damit wurden EU-Gelder abkassiert, ohne dass das Land jemals bewirtschaftet war. Oder die Mafiosi bekamen von Mitarbeitern öffentlicher Agrar-Hilfszentren Tipps über brachliegende Grundstücke, für welche sie dann ohne Eigentumstitel Subventionen beantragten.